Schultergelenk
Die Schultergelenke sind beidseits am oberen Brustkorb elastisch fixiert. Vorne durch die Schlüsselbeine mit Verbindung zum Brustbein, hinten durch die relativ beweglichen Schulterblätter. Diese tragen auch die kleine flach oval geformte Gelenkpfanne.
Von vorne betrachtet stehen die kugelförmigen Enden der Oberarmknochen jeweils genau seitlich dicht an den Gelenkpfannen. Aus dieser Form resultiert eine große Beweglichkeit aber auch eine Instabilität.
Die mechanische Sicherung dieses Kugelgelenkes besteht aus einem ovalen Knorpelring, der die kleine Pfanne etwas vergrößert (Limbus), aus der Gelenkkapsel, diversen Bändern und - ähnlich wie bei der Stabilisierung der Wirbelsäule - auch hier aus einer Muskelführung über die so genannte Rotatorenmanschette.
Die häufigsten Erkrankungen bestehen aus einer Entzündung der Sehnen.
Als Ursache sind hier im wesentlichen zwei Faktoren zu benennen: Knöcherne Enge der Sehnenfächer durch Arthrose und Verkalkung infolge einer lokalen Stoffwechselstörung.
Diese Erkrankungen betreffen das höhere Lebensalter.
Im Jugendalter finden sich dagegen häufiger Verletzungsfolgen (Auskugeln beim Sport usw.). Als Folge diverser Vorschäden kann es zu einem Abriss der Rotatorenmanschette kommen - mit einer erheblichen Bewegungseinschränkung des Schultergelenks.
Neben den lokalen Problemen des Schultergelenkes treten gelegentlich auch andersartige Erkrankungen auf: rheumatische Gelenkentzündung, Tumor, Metastase, Knocheninfarkt und andere mehr.
Eine differenzierte bildgebende Diagnostik erfolgt üblicherweise mittels Magnetresonanztomographie.
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