Hand
Die Hand bietet nicht nur durch ihr unverwechselbares Faltenrelief eine unentbehrliche Hilfe für die individuelle Lebensplanung, sondern bildet gleichzeitig als Tastorgan und Werkzeug eine Grundvoraussetzung für die Sonderstellung der Primaten.
Die Feinmechanik erfordert ein komplexes Verbundsystem aus Knochen, Gelenken, Sehnen, Muskeln – diese werden durch ein sehr differenziertes Nervengeflecht versorgt. Auch die Steuerung durch das Gehirn beansprucht hier wesentlich größere Areale auf der Hirnoberfläche als zum Beispiel die Steuerung der Hüftbewegung.
Die Knochen bestehen aus den Enden von Speiche und Elle. Diese bilden mit den so genannten Handwurzelknochen das Handgelenk. Die kleinen überwiegend würfelähnlichen Handwurzelknochen sind in 2 Reihen angeordnet. Daran schließen sich die 5 Mittelhandknochen an und letztlich die Finger.
Häufige Krankheiten sind hier Entzündungen der Sehnenscheiden und das Karpaltunnelsyndrom. Gelegentlich geben auch Rissbildungen eines Knorpelplättchens (Discus triangularis) und Durchblutungsstörungen einzelner Knochen Anlaß zur MRT.
Feine Rissbildungen der Knochen etwa nach Sturz - die manchmal auf Röntgenaufnahmen nicht erkennbar sind - können durch CT oder MRT dargestellt werden.